Tag 7 (13.6.2025)

Guten Abend zusammen an den Bildschirmen, Mobiltelefonen und anderen Empfangsgeräten.

Zunächst möchte ich festhalten, heute ist Freitag der 13. Für viele ein Unglückstag, für uns heute ein normaler Tag. Nichts ist passiert, alle sind gesund und munter (mittlerweile auch satt) wieder in Bad Kissingen angekommen.
Bad Kissingen….da war was. Ja, unser erster Tag des gemeinsamen Urlaubs begann in Bad Kissingen und ich habe damals mitgeteilt, dass unser letzter Tag auch in Bad Kissingen sein wird.
Das bedeutet, heute ist unser letzter Abend, den wir gemeinsam verbringen dürfen. Darauf gehe ich aber gleich noch ein.
Zunächst sei festgehalten das wir aufgrund der Länge der Tour heute recht normale Strassen gefahren sind. Wenn es interessiert, kann den Verlauf der Tour im Relive Video anschauen.
Die Tour selber war recht ereignislos, aber schön zu fahren.

Nun kommen wir wieder zu den Abschieden. Ihr lest richtig, es gibt heute mehr als einen Abschied, den wir zu verkraften haben. Zunächst der Abschied der Schweizer von den Deutschen. Wieder war die Zeit viel zu schnell vorbei und wir könnten sicher noch einige Tage weiter machen. Das Gute daran ist, dass wir uns sicherlich bald wiedersehen werden. Somit fällt dieser Abschied etwas schwer, ist aber erträglich.

Was viel schlimmer wiegt und mich persönlich sehr betrifft ist die Tatsache, dass ich mich auch trennen muss. Ein mehr als lieb gewonnener Begleiter hat heute seinen letzten Abend mit uns. Er war von Anfang an immer dabei und hat und so manch schöne Stunde bereitet. Auch für euch, liebe Leserschaft, war der Begleiter sehr wichtig und informativ. Ich rede hier von dem MacBook Air, an dem ich seit Beginn unserer Touren die Tagesberichte schreibe. Leider ist es mittlerweile so in die Jahre gekommen, dass es sich nicht mehr aktualisieren lässt und mittlerweile fast nichts mehr darauf läuft. Also wird es Zeit, Abschied zu nehmen.
Ich bin über diesen Umstand sehr traurig und wollte das eigentlich nicht, aber Daniel hat mich überzeugt, dass es nötig ist Abschied zu nehmen.
Also geniesst den letzten Tagesbericht von der Tour 2025, der auf de MacBook erstellt wurde. Wie es in 2026 weiter geht kann ich nicht sagen. Ich bin mir aber sicher, dass Daniel für Ersatz sorgen wird.

Nun reicht es mit den Tagesberichten der Tour 2025. Bilder werden von Daniel und Brandy (hoffentlich) noch ausgesucht und eingestellt.

Wir werden den Abend jetzt bei einem Bad Kissinger Heilwasser und einigen Sauerkirschen (wegen dem Abschied) ausklingen lassen.

Ich verbleibe bis 2026 mit den besten Wünschen und Grüssen,
Euer H.

Tag 6 (12.6.2025)

Einen sonnigen guten Abend aus Karlsbad an alle die heute nicht hier sein können.

Auch heute startete der Tag mit einem reichhaltigen Frühstück und wir machten uns nach eben diesem Frühstück auf den Weg nach Karlsbad. Die Strecke war ca. 200 km lang und sah auf den Navigationsgeräten und auch auf Google wenig spektakulär aus. Das bewahrheitete sich zunächst auch und wir fuhren gemächlich dahin.

Nachdem wir unsere erste Pause in Kumotov gemacht hatten, änderte sich das dann etwas. Zunächst konnten wir wegen einer Sperrung die geplante Route nicht fahren. Eine Umleitung war nicht ausgeschildert, also ging es auf eigene Initiative weiter. Gut 30 Minuten später, die wir auf einer sehr schönen Strecke verbracht haben, standen wir wieder an der gleichen Sperrung. OK, der Plan war nicht so sehr erfolgreich, aber er hat Spass gebracht.

Nach einigem hin und her fanden wir auf die alte Strecke und bewegten uns weiter in Richtung Karlsbad. So langsam wurde die Strecke viel interessanter und auch mehr so, wie wir es schätzen. Schöne Landschaft, schmale Strassen, wenig Verkehr.

Eine Passage kurz vor Karlsbad führte uns durch ein Waldstück. Die Strasse eher ein Feldweg. Es war echt eine Herausforderung aber es war interessant.

Nachdem wir Karlsbad dann im "Tal" vor uns liegen sahen, waren wir von der Schönheit der Stadt beeindruckt. Schaut selber anhand der Bilder, dass ich nicht übertreibe.

Nach unserem "Ankommensbier" und einer Dusche machten wir uns auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Leider hatten wir heute zu wenig Zeit, um alles anzuschauen, was sich anzuschauen lohnt. Erwähnenswert ist, dass das Grandhotel Pupp als Drehort für den James Bond Film "Casino Royal" diente. Alles in allem ist Karlsbad eine wunderschöne Stadt, die in der Altstadt aus komplett renovierten und wunderschönen Stadtvillen besteht. Diese Stadt ist auf alle Fälle eine Reise wert.

Nun sitzen wir vor unserem Hotel, geniessen Erdbeeren und Pfirsiche bevor wir dann bald ins Bett wandern.

Ich wünsche euch einen schönen Abend, viel Spass bei dem Betrachten der vielen, vielen Bilder, die Daniel hoffentlich einstellen wird und verbleibe mit einem lieben Gruss bis morgen
euer H.

Tag 5 (11.6.2025)

Einen schönen guten Abend aus Tschechien an alle daheimgebliebenen.

Wir sitzen um fast 22 Uhr auf dem zu Felix^s Suite zugehörigen Balkon und ich versuche die Erlebnisse des Tages zusammen zu fassen.

Nach unserem Frühstück sind wir gegen 10 Uhr so langsam aufgebrochen, um unser heutiges Tagesziel zu erreichen. Die Temperaturen hielten sich in Grenzen und nur der Frozen Gobelin machte seinen Namen alle Ehre und war dauerhaft am nörgeln.

Wir begaben uns auch heute wieder auf kleinen Strassen durch die Reste von Thüringen über Teile des Erzgebirges bis hin nach Tschechien. Die Landschaft wieder einmal sehr schön (wieder an dieser Stelle die Aufforderung den Osten zu besuchen) und erinnerte uns minütlich daran, dass man nicht unbedingt weit reisen muss, um was sehr schönes zu erleben.

Die letzten Kilometer in Deutschland führten uns entlang der Elbe nach Königstein. Dort angekommen machten wir eine kurze Pause und entspannten etwas an der Elbe. Bei der Weiterfahrt waren wir ca 10 Minuten unterwegs, noch in Königstein, als ein entgegenkommendes Auto immer weiter auf unsere Strassenseite kam. Ich konnte soeben noch ausweichen ohne das was schlimmeres passiert ist. Bei der nächsten Pause erzählte Daniel, der hinter mir fuhr, dass das Auto mit seinem Spiegel gegen meinen Koffer gekommen sei und ihm die Spiegelfetzen um die Ohren geflogen sind. An meinem Koffer konnten wir lediglich eine kleine Schramme feststellen, ansonsten habe ich von dem Vorfall nichts mitbekommen. Glück gehabt.

Weiter ging die wilde Fahrt durch Bad Schandau durch das wunderschöne Kiernitschtal. Inmitten diesem Tal besuchten wir den Kirnitscher Wasserfall. Macht euch selber ein Bild. Alle 30 Minuten wird der über dem Wasserfall liegende Staudamm geöffnet. Dieses Ereignis wird durch das abspielen einer kleinen Hymne (Melodie: also sprach Zarathustra) angekündigt. Wie erwähnt, schaut selber.

Nachdem wir diesem monumentalen Schauspiel beiwohnten machten wir uns auf den Rest des Weges nach Tschechien.

Hier angekommen bezogen wir das Hotel, machten uns auf den Weg in die Stadt um vorzüglich zu Abend zu essen. Das Abendessen war nicht nur sehr gut sondern auch sehr günstig.

Nun sitzen wir wie beschrieben auf dem Balkon bei Felix, ich schreibe den Tagesbericht und der Rest unterhält sich über die Toiletten in Wohnmobilen.

Wir werden den Abend jetzt bei ein paar Kiwi und einer Wassermelone ausklingen lassen.

Ich verabschiede mich bis morgen,
Euer H.

Tag 4 (10.6.2025)

Road Closed……….beschreibt unseren heutigen Tag am ehesten.

Ein freundliches Hallo an die werte Leserschaft

Heute war unser Ruhetag. Bedeutet, wir waren nicht mit den Motorrädern unterwegs. Zunächst haben alle etwas länger geschlafen, um nach einem ausgiebigen Frühstück……nochmals zu schlafen (oder zumindest es zu versuchen).

Um 12 Uhr hatten wir dann die Idee, den nächst grösseren Ort Namens Marienberg aufzusuchen um dort etwas zu flanieren. Wie sind wir dahin gekommen, wenn wir heute nicht Motorrad gefahren sind? Genau, Bus und Bahn sind auch nicht lahm! Wir haben uns für den Linienbus entschieden. Die Stadt….eine Enttäuschung. Nichts was wirklich in irgendeiner Form zu erzählen wär.
Also kurz ein Bier getrunken, ein paar Zigarren gekauft und nach einem Kaffee wieder zurück ins Hotel. Dort haben wir mittlerweile zu Abend gegessen und lassen nun den Tag mit einem Fruchtjoghurt und einer Scheibe Ananas ausklingen.
Morgen gibt es dann wieder den nächsten Reisebericht. Vielleicht finden sich noch ein oder zwei Bilder um den heutigen Tag auch bildlich darzustellen.
In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend, ich muss zur Ananas bevor diese trocken wird.
Euer H.

Tag 3 (9.6.2025)

Einen schönen guten Abend aus dem tiefsten Osten Deutschlands an die Leser im Westen der Republik und anderen Teilen Europas.
Der heutige Tag war trocken und gelegentlich gab es sogar Sonne. Es war ein wirklich guter Tag zum fahren. Aber…beginnen wir von vorne.
Das Frühstück war gut und ausreichend. Nach eben diesem haben wir dann die Motorräder gepackt und wollten uns auf den weg machen.
Wollten……denn zunächst stellte ich an meinem Motorrad ein Geräusch fest, welches da nicht hingehört. Nachdem alle 4 Beteiligten sich das Geräusch angehört haben und jeder sein Fachwissen mit in die Diskussion einbrachte war das Ergebnis…..irgendwas ist anders, aber das ist halt so. Da kein Fehler angezeigt wurde, ging die Fahrt los. Der Vorsatz blieb, morgen sollte es in die Werkstatt gehen zur Fehlersuche.
Wir machten uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft in Wolkenstein. Da es aber lediglich um eine Strecke von 150 km ging, machten wir noch eine kleine Schleife durch das Erzgebirge und die Saaleregion.
Die Strecken waren hervorragend, die Gegend sehr schön anzusehen. Unterwegs fiel mir dann die Lösung für mein Problem ein. Ich bin seit 2 Wochen stolzer Besitzer einer LED-Leuchte im Abblendlicht. Das gute Stück hat einen Lüfter montiert. Dieser rennt wie der Teufel sobald die Zündung an ist. Und eben dieser Lüfter verursacht dann das Geräusch welches da noch nie war. Problem erkannt, Problem gebannt.
Unterwegs haben wir ausserdem feststellen dürfen, dass es im ehemaligen Osten wirklich sehr schön ist. Einen Besuch im schönen Osten können wir nur empfehlen.
Erwähnenswert sind noch 2 Kleinigkeiten. Wir hatten im Vorfeld für den alten Mann (der ältere Schweizer) eine Besichtigung eines Eisenbahnmuseum geplant. Natürlich wurde das in die Tat umgesetzt. Der jüngste Teilnehmer hat das natürlich mitbekommen und bestand darauf, dass auch für ihn eine Aktion gemacht wird. Es sollte der Verzehr einer Thüringer Rostbratwurst sein!!
Der Besuch des Eisenbahnmuseum gestaltete sich etwas umständlich (wir haben uns zunächst verfahren) und war dann in 15 Minuten erledigt. Das "Museum" war eher ein Schrottplatz, die vorhandenen Wagen und Lokomotiven waren wirklich an ihrer Rente angekommen.
Der Wunsch des jüngsten Teilnehmers wurde gewissenhaft abgehandelt. Es gab keine Thüringer Rostbratwurst, wir schauen morgen.
Nachdem wir dann einige Stunden unterwegs waren, sind wir gegen 17:00 Uhr in unserem Hotel angekommen. Leider war hier nicht alles in Ordnung. Für heute möchte ich nur kurz mitteilen, dass zwei unserer Zimmer noch nicht frisch gemacht waren. Weiterhin war der Service etwas eingeschränkt, welches uns im Vorfeld nicht bekannt gegeben wurde. Mehr dazu ggf. morgen, wenn ein Gespräch mit dem Chef stattgefunden hat. Im Grossen und Ganzen ist aber mittlerweile alles in Ordnung und wir können einen schönen Abend verbringen.
Das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Wir sitzen jetzt noch bei Apfelsaft und Buttermilch zusammen.
Bis morgen ihr lieben.
Euer H.

Tag 2 (8.6.2025)

Einen wunderschönen guten Abend aus der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone an den Rest da an den Bildschirmen.
Heute hatten wir den ersten gemeinsamen "Fahrtag" und der war…..gelinde gesagt…..nass!
Nach einem sehr guten Frühstück in Bad Kissingen, wo wir nur knapp 60 Minuten auf den vierten aus der Runde (Deutsch, schreibt keine Berichte) gewartet haben, waren dann alle irgendwann gesättigt.
Unsere geplante Abfahrt verzögerte sich um einige Minuten (45 an der Zahl) um eine Regenlücke abzuwarten. Wir starteten somit im trockenen, leider war dies nicht von Dauer.
Den heutigen Tag (Streckenführung siehe Relive) zeichnete sich von sehr wechselhaftem Wetter und reichlich Umleitungen aus. Alles in allem kamen wir trotzdem zügig und halbwegs trocken voran.
Am Ende der Tour sind wir dann auch trocken am Ziel in Tanna angekommen und konnten ins Hotel einchecken.
Erwähnenswert bleibt für heute, dass wir eine hervorragende Unterkunft gefunden haben. Die Zimmer sehr gut, dass Essen spitze für schmales Geld. Einfach nur zu empfehlen!
Die wenigen Bilder die wir heute einstellen können sind dem Wetter geschuldet. Ab morgen soll das Wetter deutlich besser (trockener) werden und wir werden dann die altgewohnte Berichterstattung fortführen.
Für heute bleibt nur die Erkenntnis, dass das Wetter eine nicht geringe Rolle für den Seelenfrieden spielt.
Wir werden den Tag jetzt bei Wasser und Sprite ausklingen lassen.
Bis zum morgigen Abend, ich wünsche euch alles Gute.
Liebe Grüsse,
Euer H.

Tag 1 (7.6.2025)

Guten Abend ihr da am anderen Ende des W-Lan-Kabel.

Es ist (endlich) mal wieder soweit. Die Schweizer und die Deutschen haben sich getroffen um ein paar gemeinsame Tage mit und auf dem Motorrad zu erleben.

Dieses Jahr werden wir uns ein wenig in Ostdeutschland und Tschechien rumtreiben. Wie immer könnt ihr an unseren Erlebnissen teilnehmen, die in diesem Jahr mit der Anreise beginnen.

Wir haben uns heute in Bad Kissingen getroffen, nachdem gestern die Schweizer in der Schweiz und die Deutschen in Hannover gestartet sind.

Die Anreise der Schweizer war ereignisarm. Beide beschweren sich zwar über den Regen, den sie abbekommen haben, aber das nimmt keiner wirklich ernst.
Erwähnenswert finde ich jedoch, dass sie bei der Zwischenübernachtung in der Unteren Kapfenhardter Mühle gebucht hatten. Nachdem sie dann an der OBEREN Kapferhardter Mühle angekommen waren, wunderten sie sich, dass dort kein Beherbergungsbetrieb war. Irgendwann und ohne fremde Hilfe haben sie dann selbstständig bemerkt, dass oben halt nicht unten ist. So war die Übernachtung der Schweizer gerettet.

Bei den beiden Deutschen war die Fahrt zur Zwischenübernachtung nicht ganz so problemlos. Ich, Heiko, fuhr vorne, Brandy folgte mir. Nach ca. 1 Stunde lies uns die Streckenführung zunächst rechts und ca. 50 Meter weiter direkt wieder links abbiegen. Ich stand dann auf der Strasse und lies noch ein entgegenkommendes Auto passieren. Plötzlich gab es einen fürchterlichen Schlag von hinten gegen meinen rechten Koffer. Brandy flog mit schlackertem Lenker an mir vorbei und konnte sein Motorrad grade noch so einfangen. Ich selber hatte Probleme mein Motorrad zu halten.
Was war passiert? Brandy hat nach dem abbiegen etwas zu lange in die Landschaft geschaut und nicht mitbekommen, dass ich schon wieder abbiegen wollte. Nachdem er dann nach vorne geschaut hat, stand eine Schrankwand aus Motorrad, Koffern und Topcase (also ich) vor ihm. Er konnte nur noch etwas reagieren und das Schlimmste vermeiden. Leider traf er bei der Ausweichaktion mit der linken Lenkerseite und seinem linken Knie meinen rechten Koffer.
Wir konnten beide anhalten und unsere Schäden betrachten. Der materielle Schaden ist absolut unwichtig. Wichtig dabei ist und weiter werde ich jetzt nicht auf diese Episode eingehen, dass Brandy die Tour mit nur einer kleinen Blessur fortsetzen konnte.
Wir Deutschen fanden unser Hotel am Ende des Tages ohne Probleme und haben gut genächtigt.

Heute wurden dann alle mit etwas Regen verwöhnt und trafen dann wie abgesprochen alle in Bad Kissingen ein. Auch hier waren mal wieder nur wenige Minuten zwischen dem Eintreffen der beiden Länder.

Mittlerweile haben wir unser Wiedersehen ausgiebig gefeiert und werden nun den Abend bei Saft und Milch ausklingen lassen. Ab Morgen sind dann die ersten Fahrberichte online.

Bis dahin, mit ganz lieben Grüssen,
Euer H.